Emotion, Intuition, Gefühl

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Emotion, Intuition, Gefühl, Fühlen - diese Dinge entspringen unserer nicht-rationalen Seite. Sie stiften oft Verwirrung, da man "irgend etwas" spürt, darauf reagiert, es aber verstandesmässig nicht mehr genau einordnen kann.


Rheinauen im Nebel Gefühle und das Fühlen sind Ausdruck der Seele; Emotionen sind die treibende Kraft; das Werkzeug der Seele. "Fühlen" ist das, was wir spontan empfinden. Emotion ist seelische Energie in Bewegung, sozusagen in Bewegung gekommenes Gefühl. Wir sind in der Lage, auch Emotionen und Gemütszustände anderer Menschen zu spüren. Manchmal überkommt uns Emotion als Reaktion in Bezug auf ein bestimmtes Erlebnis, Ereignis oder Geschehen.




Im Ursprung sind Gefühle das, was wir empfinden. Auf der körperlichen Ebene manifestieren sich Gefühle in Form von Emotionen und werden körperlich fühlbar. Die Auslösungen von Emotionen sind mannigfaltig und menschlich. Emotionen können uns überfluten und uns zu etwas hinreissen, was wir vom Verstand her vielleicht gar nicht wollen. Gefühle können wir wahrnehmen, aber wirklich begreifen können wir sie oft nicht.

Gefühle und Emotionen sind die Sprache der Seele. Oftmals finden sie in unseren Träumen eine bildhafte Ausdrucksform.



"Die fünf natürlichen Emotionen sind: Kummer, Ärger, Neid, Angst und Liebe, wobei Angst und Liebe das eigentliche Fundament dieser fünf Emotionen bilden. Kummer, Ärger und Neid gehen aus Liebe und Angst hervor.
Liebe und Angst ist die Urdualität und letztendlich liegt dieser Urdualität die Liebe zugrunde."
             (N.D.Walsch)


Kummer: wir fühlen ihn in Form von Schmerz und Leid. Er ermöglicht uns die Erfahrung des Abschiednehmens und er lässt uns die Traurigkeit des Verlusts fühlen. Wenn wir unseren Kummer zulassen und ausdrücken, werden wir ihn los.
Depressionen sind die Folgen von unterdrücktem Kummer.

Ärger: er erlaubt uns das Verneinen. Man muss dabei weder ausfallend werden, noch jemanden Schaden zufügen.
Aus ständig unterdrücktem Ärger wird rasende Wut. er gestattet uns, Grenzen zu ziehen, "nein" zu sagen. Wir können lernen, beim Nein-sagen gelassen zu bleiben.
Wenn wir unseren Ärger immer unterdrücken, züchten wir in uns die rasende Wut.

Neid: er hilft uns, nicht aufzugeben, er fordert uns auf, weiter zu machen, über uns hinaus zu wachsen.
Die Folge von unterdrücktem Neid ist Eifersucht.

Angst: sie macht uns vorsichtig und diese Vorsicht hilft dem Körper, sich nicht zu verletzen. So gesehen ist sie eine Art der Liebe zu uns selbst.
Panik ist die Folge von ständig unterdrückter Angst.

Liebe: alles hat den Ursprung in ihr. Sie ist das Erste und Höchste. Wenn man sie an Bedingungen knüpft, beschneidet man sie und Ergebnis heisst Leid.
Wenn wir die Liebe unterdrücken, werden wir besitzgierig.




Parallel zu unserer Bewusstseinsentwicklung entfaltet sich auch unsere emotionale Seite. Wir werden sensibler fü emotionale Inhalte anderer Menschen und können sie bewusster zu spüren. Es ist das, was wir als "Bauchgefühl" bezeichnen. Unsere emotionale Wahrnehmung können wir sogar soweit sensibilisieren, dass wir in der Lage sind, emotionale Schwingungen nichtstofflicher Wesen wahrnehmen zu können.


Während das Fühlen zum "unteren Bereich" (Sakralchakra) gehört, so ist die Intuition dem "oberen Bereich" zu zuordnen (Stirnchakra oder Drittes Auge).

Intuition: Die Intuition ist die Wahrnehmung jenseits unserer persönlichen Gefühlswelt. Man kann sie stärken und schärfen; zu sehr feinen Wahrnehmungs-Sensoren entwickeln. Wir werden empfänglicher für das, was man "Eingebung" nennt Die Intuition ist so etwas wie das Ohr der Seele. Ich nenne die Intuition auch die "kleine Inspiration". Sie ist die Verbindung, unser Anschluss, zu der universalen Weisheit unseres Höheren Selbsts, um Universum, zu Kosmos.


Die emotionale Seite von uns nennt man "Emotionalkörper". So wie wir nicht unser Körper sind, uns aber wohl mit unserem Körper zum Ausdruck bringen; so sind wir ebensowenig unser Emotionalkörper. Dieser Emotionalkörper kann ein recht eigenständiges Leben führen, wenn wir uns zu sehr mit ihm identifizieren. Umso weniger wir unseren Emotionalkörper im Griff haben, desto mehr beherrscht er unser Leben und Handeln. Vielen ist es nicht bewusst, wie massgeblich unser Emotionalkörper an unseren Handlungen beteiligt ist. Die meissten reaktiven Handlungen entspringen dem Emotionalkörper und richten mehr Unheil an, als sie das sie von nutzen sind.

Emotionen besitzen viel Energie und uns fällt es nicht immer leicht, sie im Griff zu halten. Entweder "lassen wir uns von ihnen reiten", flippen aus, oder aber auch neigen wir zur Verdrängung, wenn wir sie als unangenehm empfinden, oder wir sie nicht erklären können. Die Verdrängung kann fatale Folgen haben, denn unterdrückte Aspekte sind vergleichbar mit versteckten Zeitbomben, die irgendwann unweigerlich hochgehen, wenn sie im Schatten belassen werden.
Der kontrollierte Umgang mit Gefühlen und Emotionen ist möglich. Umso mehr man sich seelisch in seiner Mitte befindet, umso besser kann man sie kanalisieren. Allerdings wollen Gefühle und Emotionen gefühlt werden; der Versuch, sie nur mit dem Verstand zu bearbeiten, bringt ausser Kopfschmerzen recht wenig. Umso bewußter wir mit Gefühlen umgehen, umso weniger unkontrolliert äußern sie sich.

Emotion ist, wie schon erwähnt, die Kommunikationsebene der Seelen. Wenn wir die materielle Ebene und die Ebene des Verstandes weglassen, dann bleibt nur noch die Seelenebene. In diesem Bereich kann sich die Seele wirklich ausdrücken. Emotionen sind so etwas wie Sprache und so wie in einer Sprache Worte aus Buchstaben bestehen, so sind die einzelnen Gefühle und Emotionen die Worte dieser Sprache, also Informationsträger. Es geht also nicht um die Emotion selbst sondern die Information, die mit ihr getragen wird. Wir Menschen haben grosse Schwierigkeiten, diesen Unterschied wahrzunehmen und wir sind geneigt, die jeweilige Emotion als die Emotion zu fühlen, statt sie als Informationsträger zu sehen, wenn wir sagen, dass wir fühlen. Sehr gut lässt sich das am Beispiel des Schmerzes veranschaulichen: wenn wir Schmerzen empfinden, kommen wir meist nicht auf die Idee, zu hinterfragen, welche Information in diesem Schmerz sitzen könnte, denn wir sind geneigt, im Fühlen des Schmerzes stecken zu bleiben.


Gefühl und Intuition sind wichtige Bestandteile des menschlichen Seins. Sie wollen zum Ausdruck gebrachtwerden, gefühlt werden.



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Text zusammengefasst von Christian Malzahn


Buchtips und Quellen:



cover   Gespräche mit Gott, Bd.3,
Kosmische Weisheit
, Neale Donald Walsch


cover   Nur die Angst stirbt, Barry Long

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