Resonanz

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Das Phänomen der Resonanz ist aus der Physik bekannt: wird ein Objekt einer Schwingung ausgesetzt, die seiner Eigenschwingung entspricht, so wird dieser Körper in Resonanz versetzt und das Objekt schwingt mit dieser Schwingung mit. In der Physik spricht man bei diesem Vorgang vom Verstärken der Amplitude und man nennt es "erzwungene Schwingung", wobei dieser Begriff etwas unglücklich geraten ist, denn es kann nichts mitschwingen, was nicht in Resonanz zum Erzeugerquelle der Schwingung steht. Gut nachvollziehbar ist das Phänomen der Resonanz am Beispiel der Stimmgabeln. Hält man zwei Stimmgabeln gleichen Tones nebeneinander und schlägt lediglich die eine an, um einen Ton zu erzeugen, so wird auch die andere Stimmgabel in Schwingung versetzt und erzeugt einen Ton, ohne berührt worden zu sein.


Resonanz



Auf der psychischen Ebene ist das Phänomen ebenso präsent. Alles jenseits von Materie ist Raum, Energie, Schwingung. Hierzu gehören auch die psychischen Inhalte. Diese Art von Schwingungen nehmen wir auf emotionaler Ebene wahr; man kann also von emotionaler Energie sprechen. Sympathie oder Antipathie gegenueber jemanden, den man gerade kennenlernt sind einfache Formen emotionaler Energie.






Um auf das Eingangs erwähnte Beispiel mit dem Objekt, welches aufgrund des Resonanzprinzips in Schwingung gebracht wird, zurückzukommen: wir und unser Erleben unserer "Aussenwelt" gleichen diesem Beispiel. Unsere Eigenschwingung bringt unser "Objekt", d.h. unsere von uns wahrgenommene Aussenwelt, in eine bestimmte Schwingung. Dementsprechend werden wir umgekehrt ebenso von Aussen in Schwingung gebracht, wenn der Inhalt im Aussen dem entspricht, was auch in uns ist; also wir in Resonanz mit etwas sind. Dieser Vorgang ist meisst unbewusst und wir so sehen keinen Zusammenhang zwischen uns und dem Erlebten. Die Resonanz bewirkt, dass die eigenen psychischen Inhalte in Schwingung versetzt werden, sich in ihrer Entsprechung im Aussen verstärken und sich so in unserem äusseren Erleben manifestieren. Unser Empfinden dabei ist rein subjektiv; und es liegt allein an uns, ob wir in Ablehnung oder Annehmen leben.


Bei negativem Erleben stellt sich natürlich die Frage, inwieweit es möglich geworden ist, derartige Schwingungen auszusenden oder in uns zu haben, damit sich das negative Erleben hat manifestieren können. Es ist zwecklos, die Schuld im Aussen zu suchen; vielmehr sollte die eigene Affinität zu negativer Resonanz entlarvt und aufgearbeitet werden, indem man sich mit den eigenen dunklen Persönlichkeitsanteilen beschäftigt und beginnt, "Schattenarbeit" an sich zu betreiben. Jeder von uns hat seine Schatten und aufgrund des Resonanzprinzips äussern sich die Schattenanteile im negativen Erleben.


Solange wir die "böse" Aussenwelt, unseren Schatten, bekämpfen, sind wir im Widerstand zu uns selbst. Wir können diesem Teufelskreis nur entkommen, indem wir beginnen, all unsere Aspekte, die positven und die negativen Inhalte, als die Unsrigen zubetrachten, anzuerkennen und lieben zu lernen. Unser erlebtes Geschehen in der Aussenwelt ist wie ein sehr fein geeichtes Manometer. Die Aussenwelt ist unser Spiegel. Wir finden in ihr genau das, was in uns ist. Nichts ist fremd; alles kommt aus uns selbst.
Mehr zum Thema "Schatten" auf der Unterseite Licht und Schatten.


Liebe ist die Energie, die uns befähigt, Akzeptanz zu üben und Grenzen und Widerstände aufzulösen. Liebe versetzt uns in eine Schwingung von Raum und Durchlässigkeit. Lieben heisst "glücklichsein mit…".


Mehr zum Thema "Liebe" auf der Unterseite Liebe.




Text von Christian Malzahn

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