Schamanimus

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Schamanismus

Schamanismus ist der älteste Heilberuf, bzw. das älteste Heilsystem der Erde. Schamanen gibt es bei fast allen Naturvölkern; auch heute noch, oder gerade heute wieder. Man findet sie in allen Kontinenten der Erde.


Was ist ein Schamane?


Ein Schamane ist ein Mensch in vielerlei "Berufen"; wie Arzt, Priester, Sozialarbeiter, Wahrsager, Mystiker usw... Besonders in unseren Breiten wurden Schamanen früher als geisteskrank bezeichnet und sie wurden lange Zeit verfolgt. Doch jetzt scheint die alte Heilkunst wiedergeboren zu sein. Leider wird unter dem Namen "Schamanismus" auch viel Scharlatanerie betrieben, deshalb sollte man sich vor Möchtegern-Schamanen in Acht nehmen.

Ein Schamane ist ein Mensch; Mann oder Frau; der sein Bewusstsein dergestalt verändern kann, um außerhalb von Zeit und Raum in die nichtalltägliche Welt zu reisen, die man sich parallel zur Unsrigen vorstellen kann. Schamanen benutzen Perkussionsinstrumente, um sich in diese Welt zu begeben. Verhaltensforscher fanden heraus, dass der monotone Trommelklang Beta-Wellen (die unser Gehirn in normal wachem Zustand produziert) in Theta-Wellen (wie in tiefer Meditation) ändert. Durch dieses Trommeln kann der Schamane den Körper verlassen und sich in eine Parallelwelt begeben.

Das Wort Schamanismus kommt aus dem Tungusischen und bedeutet "HEILER" oder "DER IN DER DUNKELHEIT SIEHT". Die Tungusen leben in Sibirien und der Mongolei.

Viele Menschen glauben noch heute, dass Schamanismus eine Religion ist, doch dem ist nicht so. Schamanismus ist eine Heilkunst. Schamanismus bedeutet nicht nur einer Berufung zu folgen, sondern auch in absolutem Einklang mit unserer Mutter Erde zu leben. Das magische Weltbild eines Schamanen besagt, dass alles um uns herum belebt ist; alles hat eine Seele: Steine, Pflanzen und Tiere. Der Schamane hat Hilfsgeister, die Pflanzen- oder Tiergeister sein können und von diesen lernt der Schamane alles was er wissen muss.

Auch in unserer Kultur fühlen sich immer mehr Menschen dazu berufen, den schamanischen Weg zu gehen. Sie haben sich meistens von unserer christlichen Religion losgesagt, um sich Naturgöttern zu widmen. Sie versuchen sich in der Kräutermedizin und haben den Weg zur Natur wieder gefunden.

Schamanen sind keineswegs "kulturfremd". Es gab sie auch bei den Kelten und Germanen. Die Schamanen dieser Völkern waren die Druiden; sie hatte die selbe Funktion wie die Schamanen anderer Kulturen. Die Kelten kannten schon die Bedeutung der Sternzeichen und die Sternkunde war eine der Aufgaben des Druiden. Sie wussten auch um das bevorstehende Vergehen ihrer Kultur; das belegen viele Felsenzeichnungen. Durch diese Zeichnungen wusste man auch, dass viele der Felsen zum Beobachten der Gestirne und zum Berechnen wichtiger kosmischer Daten verwendet wurden. Die Ausbildung zum Druiden war lang und mühsam, wie bei anderen Naturvölkern auch, erst im höherem Alter setzten sie ihr Wissen in die Tat um.

Bei den Kelten war die Wintersonnenwende zugleich der Beginn des neuen Jahres. Die Druiden spürten, dass auch die Erde sich zurückzieht und der Mensch auf seine eigenen Kräfte angewiesen ist. Die Druiden achteten deshalb darauf, dass alle für ihre Gesundheit vorsorgten und verabreichten deshalb Kräuterellexiere; hielten zum Fasten an und rieten davon ab, während dieser Jahreszeit Kinder zu zeugen um nicht zu viel Energie und Kräfte zu verbrauchen.

Das Julfest nach der Wintersonnenwende war bei den Druiden eine wichtige Zeit. Es waren die zwölf Rauhnächte und zugleich die Zeit der Einweihung für die Druidenausbildung. Dazu gingen die Initianten in eine tiefe unterirdisch gelegene Höhle in denen sich ein Schlafstein befand. Dort legte sich der angehende Druide hin und durch Anweisung seines Meisters, geriet dieser in eine Trance, wo er ähnlich wie die eines Schamanen seinen eigenen Tod erfuhr. Nach zwölf Nächten erwachte dieser zu neuem Leben, nämlich das eines Druiden.

Bei den Druiden spricht man auch immer von "Baumkundigen", weil beobachtet wurde, dass sie viel unter Bäumen sitzen und sprechen. Da wären wir also beim Weltenbaum, der auch bei den Schamanen eine wichtige Rolle spielt, der als heilige Verbindung zwischen Erde und Himmel dient.

Beim Schamanismus und bei den Druiden hält man den Kontakt zu den Verstorbenen aufrecht. Um in dieses Reich zu gelangen, setzt sich der Druide nachts zu einem Kreuzungspunkt (stark ausstrahlende, elektromagnetische Bahnen der Erde) und nimmt so Kontakt zu den Seelen auf, um von ihnen Rat einzuholen.

Vor ca.1000 Jahre fingen die Christen an, gnadenlos die Druiden zu verfolgen, sie nannten es "Heidentum" und so kam es zum kulturellen Wendepunkt; die Christianisierung setzte sich durch. Wir können viel von den Schamanen lernen, sofern wir es wirklich wollen und ernsthaft auf der Suche sind ...

Dieser Text ist eine freundliche Leihgabe von Karin Theresa Öhlinger

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