Süchte

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"Das Recht auf Rausch"… Ein Menschengrundrecht? Was ist Sucht? Was macht uns so anfällig, dass wir suchtmachenden Substanzen unterliegen? Wo beginnt das süchtig sein? Was fehlt uns? Worauf sind wir fixiert, wenn wir uns von diesen intensiven Bedürfnissen einnehmen lassen? Und warum ist es so schwer, davon wieder wegzukommen?




ergrauter Himmel

Sucht - Genuss - Belohnung

Sucht. Zum Beispiel das Trinken oder das Rauchen. Der Konsument sagt, es ist Genuss. Oder Belohnung. Er sagt auch „weil ich das will“. Oder "weil es mir schmeckt". Es gibt Süchte, die sind gesellschaftsfähig, wie Zigaretten und Alkohol; andere nicht. Aber tief in sich selbst weiß jeder Süchtige, dass er an etwas hängt, wovon er schwerlich lassen kann. Einige schaffen es, ihrer Sucht zu entkommen, andere gehen an ihr zugrunde. Einige schaffen z.B. den Zigarettenentzug, werden aber wieder rückfällig. Manche schaffen es schliessllich in mehreren Anläufen, sich vom Nikotin zu befreien. Andere geben auf und die Sucht hat gewonnen.

Ich werde in diesem Artikel auf Hintergründe und vor allem auf die seelisch-spirituellen Aspekte eingehen. Es ist wichtig, dass wir verstehen, was hinter einem Suchtverhalten alles stecken kann.











Rausch

Nicht alle Süchte erzeugen einen Rausch. Trotzdem ein paar Worte zum "Rausch". Das englische Wort für Rausch ist "intoxination". Im Spanischen heißt es "intoxicación". Wörtlich heißt das "eindringen von Gift" oder "Vergiftung". Recht auf Rausch? Wir haben ein Recht, uns zu vergiften? Ja. Wir haben im Prinzip alle Rechte. Wir können alles tun, was wir wollen. Auch wenn uns die Gesellschaft mit Gesetzen zu determinieren versucht. Der bewusste Mensch weiß: wir sind verantwortlich für unser Handeln.


Was ist Sucht?

Es ist ein Verhaltensweise, welches durch ein bestimmtes Mittel kontrolliert wird. Dieses Mittel ist wie die Achse des Lebensrades des Betroffenen. Darum dreht sich alles. Der Betroffene richtet seine Leben darauf aus; er wird alles tun, um immer und jederzeit das Mittel zur Verfügung zu haben. Das Mittel kontrolliert den Betroffenen. Das Mittel, das können Substanzen sein, aber auch Verhalten sein, wie Spielsucht, Fernsehsucht, Handysucht usw. Jedenfalls kann der Betroffene schwerlich etwas anderes machen und wird versuchen, möglichst immer Zugriff auf den jeweiligen Suchtaspekt zu haben. Es ist wie ein Fass ohne Boden, man füllt es und es ist alsbald wieder leer. Die Frage, die sich hier jeder selbst stellen kann, ist:


Was ist die Achse meines Lebensrades?


So kann jeder bei sich schauen, was lebensnotwendig und progressiv fürs eigene Leben ist und an welchen Punkten er süchtig ist, bzw. wo ihn etwas kontrolliert.

Sucht, das ist eine Kombination aus Zwanghaftigkeit, Lustgefühl und Selbstschädigung. Ich möchte damit nicht all die Dinge misskreditieren, die wir tun, die unser Körper oder unsere Seele zu Gesundheit und Wohlsein benötigen. Die Zwanghaftigkeit der Sucht ist vom "Wollen" abgekoppelt. Allerdings kann der "Mind" (das ist unser Denkkörper bzw. das Denken), sich sehr wohl ein "Wollen" vormachen. Jeder kann das bei sich selbst prüfen, wie z.B. der Raucher, der meint, dass er rauchen will. Also; lass einmal von Dein Routine-Mittel ab und schau, wie Du Dich fühlst.

Kommst Du ohne jenes Mittel oder ohne jenes Verhalten klar, welches Du regelmäßg zu Dir führst, bzw. dem Du regelmäßig folgst? Kannst Du es, ohne das Dein Emotionalkörper und Dein Nervensystem anfängt zu flattern und begehren?

Auf jeden Fall ist die Sucht ein Ersatz für etwas, wovon man glaubt, dass es einem fehlt. Durch das Mittel wird das Gefühl erzeugt, dass man das bekommt, was man zu vermissen glaubt. Man erhält das kurzzeitige Gefühl von befriedigt sein. Aber das hält nicht lange an. Die Frage, die sich hier jeder selbst stellen kann, ist:

Was fehlt mir? Was ist das, was ich versuche, mit meiner Sucht zu kompensieren?

Rüdiger Dahlke benennt einen Süchtigen als jemanden, der in seiner Suche steckengeblieben ist.

Bei einigen Mitteln und Verhalten ist Sucht offensichtlich, bei anderen ist es eher versteckt, vor allem jene, die man nur periodisch anwendet; in etwa wie der "Quartals-Säufer" oder der Spieler, der nicht jeden Tag spielt.






Auf der Suche nach dem Verlorenen Paradies


ergraute Blume





Das "verlorene Paradies" - die Sehnsucht nach der Geborgenheit der Kindheit, das bedingungslose Umsorgtwerden; nichts dafür tun müssen. Wie im Schlaraffenland soll es sein; einfach nur den Mund aufmachen und das Essen fliegt hinein… Die "erwachsene" Form des Paradieses findet sich im bedingungslosen Recht auf Konsum, Freizeits-Aktionismus und Sensations-Bespassung. "Gaudi" ist das Gegenstück des schnöden Alltags und "arbeiten gehen". Ein bischen "die Sau rauslassen"; oder man träumt z.B. davon, unendlich viel Geld zu besitzen und unendlich viel Macht über alles haben, oder was man alles tun können könnte, derweil man mit Freunden redend, trinkend und rauchend in der Kneipe sitzt, oder im Biergarten der Wochenendgaststätte; oder abends in die Disko geht; oder auf Partys, oder auf Kirmes. Den Alltag vergessen. Den alltäglichen Stress ein wenig hinter sich zu lassen um ein paar Sekündchen einen Hauch von "Paradies" zu erleben. Doch was steckt dahinter?

Schauen wir doch mal ein wenig in die "Kinderstube"...


Die Mutter-Kind-Beziehung

Ein Mensch wird geboren. Unbeholfen, abhängig von der Mutter. Die Mutter stillt das Kind, dann wird es irgendwann abgestillt. Moment. Eine Mutter stillt ihr Kind? Das ist unserer zivilisierten Welt lange Zeit nicht so "modern" gewesen. In den 50ern und 60ern galt das Stillen als Zeichen von Armut. Die damals moderne Mutter war hip, wenn sie zur Flaschenstillung griff. Später und in der heutigen Zeit praktizieren die Mütter das wieder vermehrt, aber trotzdem machen es viele nicht, da sie Angst um ihre Figur haben, es lästig ist oder man es nicht tut, weil man denkt, was denn dann die Leute denken. Das Stillen, eines der natürlichsten und für Kleinkinder die essenziellsten Dinge der Welt ist auch heute in unserer Öffentlichkeit eher verpönt. Es ist ein wichtiger emotionaler Prozess, den das Kleinkind während der Stillperiode durchmacht. Oft wird das Stillen viel zu früh abgesetzt. Die Mütter haben keine Zeit, die Gesellschaft will, dass die Mutter dem Arbeitgeber schnellstens wieder zur Verfügung steht. Das Kleinkind kommt in den Pferch namens Kindergarten. Pädagogen und Fachkräfte übernehmen die Erziehung von früh an. Zuhause haben es die Kinder dann häufig mit überarbeiteten Müttern und Vätern zu tun, die in ihre angespannte Lebenssituation eingeschlossen sind. Bald kommt dann die Schule und die Kinder wachsen heran. Sie werden " erwachsen" und nehmen viele seelische und emotionale Defizite mit. Das Fatale an der Sache ist, dass vieles davon auf unbewusster Ebene stattfindet und das Leben beeinflusst.


Der unterentwickelte Emotionalkörper

Das Stillen und das Gehaltenwerden ist für die Entwicklung des kindlichen Emotionalkörpers essentiell und wichtig. Das Kind hat dabei den Kopf an einem wichtigen Energiepunkt in Höhe der Brust der Frau: er steht für Mitgefühl. Des Weiteren ist da noch der Nabelpunkt, an dem das Kind anliegt. Wer als Mutter nicht lange stillen kann, möge bitte das Kind solange wie möglich am Leib tragen; im Tragetuch, vorn, auf dem Rücken. Diese Verbindung ist für das Kind die ersten Jahre äusserst wichtig. Das Kind bekommt emotional ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und Gehaltensein, während es nährend gehalten wird. Der kleine Emotionalkörper entwickelt damit sein Mitgefühl und gesundes Selbstvertrauen. Das Abschieben in den Kinderwagen, ja sogar von der Mutter abgewandt, mag zwar bequemer sein, aber es trägt nicht zur gesunden emotionalen Entwicklung des Kindes bei. Das Kind braucht die Mutter, und zwar eine Mutter, die liebend anwesend ist. Das Defizit, entstanden durch die frühkindliche Entwicklungs-Stagnation des Emotionalkörpers, versuchen wir durch das Verfallen in Süchte zu kompensieren; dies gilt auch in Bezug auf die Intension der Wahl unserer partnerschaftlichen Beziehungen; wir sind unbewusst auf der Suche nach diesem "Verlorenen Paradies".

Wenn wir uns nun anschauen, wie kurz, wenn überhaupt, die Stillphasen der Kinder vollends eingehalten werden; geschweige denn, wie oft und lange wir unsere Kinder halten/tragen; dann wird jedem klar, dass wir Kinder "produzieren", die u.a. Mangel an Mitgefühl und Selbstwert haben und variationsreich zu Depressiven, Narzissten und Egozentrikern heranwachsen. Für die Konsumgesellschaft das "geborene Fressen".

Genuss-Süchte sind Anzeichen für eine frühkindliche Entwicklungs-Stagnation des Emotionalkörpers.


Genuss-Süchte

Das sind Süchte, bei denen wir uns Mittel oral einverleiben; über den Mund, in die Lunge oder in den Magen. Hast du den vorherigen Absatz genau gelesen? Dann fällt dir auf: Brustpunkt und Nabelpunkt. Das Mittel ersetzt Mitgefühl, Sicherheit und Geborgenheit.

Die Lungen-Mittel geben das Gefühl von Genährt-werden im Brustbereich. Der Schmacht, wenn das Nikotin ruft, macht es sehr deutlich. Da möchte etwas gestillt werden. Man verleibt sich etwas ein, es findet eine orale Befriedigung statt und man bekommt kurzfristig das Gefühl von Zufriedenheit. Man kann wieder fühlen. Für einem Moment. Dann schreit das "Kind" wieder. Wie gesagt, die Mittel sind Ersatz. Sie bieten eine Illusion. Das Problem ist, dass der "Mind" die Illusion nicht ohne Weiteres enthüllen kann, nein, im Gegenteil, er beißt sich daran fest. Es "schmeckt". Es "tut gut"… hört man da immer wieder die Leute sagen. Nicht alles was schmeckt oder ein Gefühl von Gut-tun bringt, ist auch wirklich gut für uns. Der "Mind" kann ein hervoragender Schauspieler sein.

Zum Thema Stillen: die modernem Flüssigrauch-Verdampfer; die E-Zigarette z.B., die Leute tragen sie wie Baby-Flaschen um den Hals.

Zusammengefasst. Genuss-Suchtmittel ersetzen etwas, was man vermisst. Das Problem liegt nicht in der einmaligen Anwendung, sondern im Dauergebrauch, weil das Mittel das, was man vermisst, nicht ersetzen kann.


Zwangsverhalten

Diese Abhandlung hat ihren Schwerpunkt auf das Thema "Genuss-Süchte". Jedoch möchte ich die weiteren Zwangsformen kurz erwähnt haben, da bei Gesprächen mit Genuss-Süchtigen verteidigende Gegenargumente wie "Du aber auch...." gerne angewandt werden. Wer Gespräche beobachtet, erkennt, dass der Ins-Unrecht-Setzten-Versuch als widersprechende Antwort häufig vorkommt und es verhindert weitere fruchtbare Kommunikation. Was man aus reinen Herzen tut, muss man nicht verteidigen.

Ja, es gibt Zwangsverhalten, die Suchtformen aufweisen und wir können zwanghaftes Verhalten als Sucht erfahren. Solches Verhalten hat etwas mit dem Verlangen des Emotionalkörpers zu tun; der Drang nach Sensation und Abenteuer, aber auch die Suche nach Kommunikation, Geborgenheit und Aufgehobensein.

Was häufig zu vorzufinden ist: Handysucht, Computersucht, das Agieren in sozialen Netzwerken, Spielsucht usw. Um den Umgang mit genannten Nutzungsverhalten eingehender zu beobachten, bedarf der Weisheit der Untersscheidung; nämlich ob es sich um ein neurotisches Zwangsverhalten oder einfach nur ein "gerne benutzen" handelt. Zwangverhalten ist dann, wenn ein unkontrollierter Automatismus die Situation und den Tag bestimmt, eingehend mit emotionalen Entzugserscheinungen, wie unglücklich fühlen, wenn das Zwangs-Objekt oder die Zwangshandlung nicht verfügbar ist. Mache ich etwas gerne, weil es meine Freude und Lebendigkeit zu Ausdruck bringt, oder schade ich mir durch mein Verhalten? Macht mich mein Verhalten in irgendeiner Art und Weise langfristig krank? Das kann jeder selbst bei sich prüfen.

Grundsätzlich kann bei wiederholenden Verhaltensweisen überprüft werden, was die Intention dahinter ist und ob man sich damit Gutes tut oder ob man sich damit schadet.


Energetische Bedenken

Ich bin sehr viel im Bereich Energie-Arbeit "unterwegs". Meine Erfahrung mit Energiefeldern, Besetzungen, Störfeldern usw. erbrachten, dass auch die Einnahme von Suchtstoffen und energetischen Besetzungen in Zusammenhang stehen können. Dem Interessierten lege ich nahe, erst einmal meine Abfassung über "Spiritualität" zu lesen. Meiner Meinung nach können sich spirituelle Energiefelder an Menschen andocken. Eindeutig dazu zähle ich Nikotin, Alkohol und Cannabis-Produkte als Andock-Mittel. Die Menschen bekommen nicht nur ein Ersatz für fehlendes "Inneres", sondern auch noch Ersatz für Spiritualität. Warum heißt den der Alkohol u.a. "Spirituose"? Oder warum halten Menschen den simulierten relaxten Zustand des Cannabis-Turns für echte Meditation und Ausgeglichenheit? Bei Arbeit mit Menschen kann ich, wenn ich die Energiequalität von jemanden überprüfe, anhand des "Musters" mit großer Sicherheit erkennen, ob er Genuss-Sucht-Verhalten hat, und/oder ob er energetisch besetzt ist; bzw. jene zeigen ein charakteristisches Energiefrequenzmuster auf.

Falls dem so ist, dass es energetische Besetzungen gibt, dann werden dadurch den Menschen, die im Rausch sind, oder süchtig sind, Energien abgezogen.






Zu den Mitteln



Rauchen

Nikotin ist ein Nervengift. Die Zigarette hat eine Zusammensetzung von mehreren gesundheitsschädlichen Schadstoffen. Der Tabak ist kein Rauschmittel in diesem Sinne, dennoch wirkt die Droge vor allem dann, wenn man versucht, sie abzusetzen: die Nerven liegen blank. Eine Zigarette beruhigt. Eine Zigarette regt an. Eine Zigarette schmeckt. Das ist das, was der Mind des Rauchers suggeriert. Tatsache ist: eine brennende Zigarette stinkt. Der Rauch ist beißend. Ich empfehle jedem, mal an einen Aschenbecher zu riechen. So riecht das. Die Zigarette geht auf das Bedürfnis des Brustpunktes und auf das Hals-Chakra. Es geht um Mitgefühl und Kommunikation. Der orale Ansatz; über das Thema habe ich weiter oben im Abschnitt „Der unterentwickelte Emotionalkörper“ geschrieben.

Was der Zigarettenraucher auch verfolgt, ist das Belohnungsprinzip. Was muss belohnt werden? Wer in Dir muss belohnt werden?

Die Zigarettensucht kann emotional sehr belegt sein; durch die Bedürfnisweckung der Tabakwerbung nach Freiheit, Erholung, Abenteuer; aber auch Anerkanntsein in der Clique und Belohnung. Der angehende Nichtraucher muss die Zigarette aus den Handlungen entfernen; wo die Routine zum Ritual geworden ist. Auch ist die Zigarette ein Zeiträuber. Der angehende Nichtraucher fällt in Zeitlöcher.

Von einer lieben Freundin habe ich folgenden Tipp: Der neue Nichtraucher soll eine zeitlang "Luftzigarette" rauchen. Also die Tätigkeit des Rauchens imaginär durchführen. Imaginäre Schachtel oder Päckchen rausholen, imaginäre Zigarette nehmen/drehen, an den Mund setzen, anstecken, den imaginären Rauch einatmen. Bis die imaginäre Zigarette zu Ende ist. Resultat: das "Zigarettenrauchen" wird zu „bewusst atmen“.


Dampfen

Früher gab es eine eindeutige Zäsur. Man war Raucher, oder Nichtraucher. Seit neuerer Zeit, als Antwort auf die gesetzliche Ausgrenzung der Raucher und als weiterer Konsumartikel ist der Flüssigrauch-Verdampfer; auch "E-Zigarette" genannt, auf dem Markt gekommen und schliesst diese Lücke. Wer weiss, wie lange, denn der Dampf liegt ja genauso in der "gemeinsamen" Luft wie der Zigarettenrauch und mancher Nichtraucher kann sich den Geruch aufgezwungen bekommen fühlen.

Jedenfalls, die Dampfgeräte bringen eine neue Version ins Spiel. Für mich gehört "dampfen" auf die Raucherseite.

Ein Dampfer ist kein wirklicher Nichtraucher. Warum? Weil das Dampfen dem selben Verhalten dient, wie das Rauchen. Dieses Verhalten äussert sich durch orales Einverleiben. Dem liegt ein Grundthema zugrunde, es sind Anzeichen für eine frühkindliche Entwicklungs-Stagnation des Emotionalkörpers.

Thematisch gesehen reiht sich das Dampfen beim Zigarettenrauchen mit ein, auch wenn es, so die Hersteller, weniger schädlich sein soll.

Größtenteils rekrutieren sich die Dampfer aus ehemaligen Zigarettenrauchern, die es nicht geschafft haben, ihre Sucht zu transformieren und mit dem Dampfen einen Ersatz gefunden haben. Das Dampfen als Ersatzhandlung; die Frage dahinter ist: ein Ersatz für was?

Der Dampfer kann jedenfalls so gut wie überall legitim, unbehelligt und überall seiner Gewohnheit fröhnen.


Alkohol

Alkohol ist eine typische Genuss-Droge und wie die Zigarette gesellschaftsfähig. Von ein paarmal Alkohol wird man nicht abhängig. Allerdings ist der Alkohol eine Droge, die sich langsam einschleicht. Wer jeden Tag Alkohol trinkt, ist auf dem Weg in die Abhängigkeit. Jeder, der trinkt, kann es selbst prüfen: schaffst Du es, Tage ohne Alkohol zu verbringen? Der Weg aus dem Alkohol heißt: trocken bleiben.

Alkohol ist eine Droge, die getrunken wird. Und sie macht ein bestimmtes Gefühl. Menschen werden damit lockerer. Oder aggressiv. Oder enthemmt. Der Alkohol lockt oft jene Aspekte aus, die man zu unterdrücken versucht. Der orale Aspekt ist dem der Zigarette ähnlich. Meist werden diese beiden Drogen gleichzeitig eingenommen.

Der Alkohol im Dauergebrauch ist gesundheitsschädlich.


Kiffen

Die Meisten kiffen mit Tabak als Grundlage. Tabak und Cannabis verstärken sich gegenseitig. Der Kiffer ist so gesehen gleichzeitig auch hochgradig nikotinsüchtig, da er noch tiefer inhaliert als der Kippenraucher. Vielkiffer rauchen viel, weil sie einen erhöhten Nikotinspiegel haben. Gleichzeitig werden sie wirkungsresistent. Sie rauchen dann noch mehr. Cannabis ist ebenso eine Genuss-Droge und wird wegen der Wirkung eingenommen. Der Cannabisraucher holt sich seinen "Turn". Das ist wie ein Wattebausch um sich herum. Man wird gelassener, relaxter. Manche meinen, sie würden damit meditieren und spirituellen Zugang bekommen.

Da ich drogenfrei bin, und Meditation und Yoga praktiziere, und weiß was es bedeutet, ausgewogen und in meditativen Zuständen zu sein, kann ich folgendes zum Cannabis-Zustand sagen: Der "Turn" imitiert einen meditativen Zustand und Ausgeglichenheit und ebenso imitiert er einen spirituellen Zugang zu den Quellen des Seins, aber er ist es definitiv nicht; sondern nur die Illusion davon.

Cannabis als Heilpflanze. Ja. Gegen Krebs. Gegen Depression. Gegen Schmerzen. Aber die Medikation wird meist in anderer Form eingenommen, denn mit Rauchen und sie ist zeitlich begrenzt, bis der Klient geheilt ist. Das Argument, dass Cannabis eine Heilpflanze ist, um seine Sucht zu rechtfertigen, ist meiner Meinung nach Selbstbetrug und Augenwischerei. Nimmst Du Aspirin, auch wenn Du keine Kopfschmerzen hast?

Der Joint hat ähnlich wie die Zigarette das Belohnungsprinzip. Man macht eine Pause nach einer bestimmten Aktion, oder Zwischenpause oder ähnliches.

Wenn Du das Bedürfnis nach Kiff hast, wonach sehnst Du Dich? Was fehlt Dir? Warum meinst Du, dass Cannabis es "rund" macht?


Opiate und Amphetamine

Heroin, Opium, Kokain, Speed..... Das sind Drogen, die pulverisiert in die Nase gezogen werden, oder injektiert werden; Opium wird eher geraucht; Speed per Nase. Heroin ist ein emotionaler Schmerzkiller. Fatal für Menschen mit Depression, Angst und Leiden. Opium macht realitätsfremd, Kokain agil und aggressiv. Amphetamine steigern die Leistungsfähigkeit. Zu den Amphetaminen ist zu sagen: sie werden immer härter und krasser. Eines haben diese Drogen gemeinsam: abgesehen von körperlichen Schäden fügen sie dem Emotionalkörper erhebliche Schäden zu. Wirkungen: die emotionslose Gleichgültigkeit des Heroins, die Schläfrigkeit des Opiums, die gnadenlose Gefühlshärte und der Grössenwahn des Kokains und das ebenso gnadenlose Verausgaben des Amphetamins; sie alle erzählen viel vom Psychoprofil des Users.

Diese Sorten von Drogen machen hochgradig seelisch oder/und körperlich süchtig.


Psychedelische Drogen

Die psychedelischen Drogen sind mit den bisher genannten Drogen nicht vergleichbar. Man kennt sie auch unter dem Namen "Halluzinogene". Einige stammen aus dem Schamanischen Bereich und sind kulturbezogen, also kulturfremd. Diese Drogen sind „"Türöffner". Sie erweitern die "normale", konditionierte Wahrnehmung. Der "westliche" Mensch ist konsumorientiert, ein Einverleiber, wie ein großes Kind. Gerade Menschen, die nach außergewöhnlichen Erfahrungen aus sind, gepaart mit Sensationslust, gehören zu den Ausprobieren. Eine Abhängigkeit besteht in Bezug auf der Konsumgier und Sensationslust, weniger mit der Droge selbst. Was es gibt: Pilze, Kakteen, Baumrinden (Magic Mushroom, San Pedro, Mesca, Ayahusca)… die Natur bietet Einiges. Der "westliche" Mensch hat aus dieser Sparte seine eigene synthetische Droge: LSD. Das ist eine eigene Geschichte. Unsere alte Kultur hatte aber auch ihre Drogen, wie z.B. heimische Pilze, Bilsenkraut, oder Knaster.

Zur Anwendung von Naturdrogen gibt es etwas zu sagen. Der Schamane des Stammes war auch der Doktor, der Heiler. Der Klient ging zu ihm. Wenn der Schamane sich für Drogeneinnahme entschied, so nahm nicht der Klient die Droge, sondern der Schamane nahm sie für den Klienten. Dadurch erhielt der Schamane Information aus der Geisterwelt um seinen Klienten zu helfen. Die Droge war religiöser, kulturbezogener, spiritueller Bestandteil.

Ich halte es für bedenklich, wenn wir "westlichen" Menschen auf Drogen dieser Art zugreifen, da wir eher geneigt sind, eine sensationelle Erfahrung zu machen, als wirklich zu heilen. Der "westliche" Mensch neigt gern zu Missbrauch.







Entzug


Ein klassischer Spruch ist: "Ich kann jederzeit aufhören, wenn ich will!"; und in Klammer steht dahinter "ich will aber grad nicht". Im Prinzip ist die Offenbarung: süchtig. Ein Süchtiger hat es schwer, dies anzuerkennen, denn der Mind ist von der Sucht gefangen und tut alles, um Rechtfertigungen zu offerieren. Der Mind wird perfide und subtil von der Sucht manipuliert. Die Einsicht "Ich bin süchtig, ich will etwas verändern" öffnet die Tür, um aus der Sucht herauszukommen.

Wer sich von Süchten befreien möchte, dem sei nahegelegt, es möglichst bald und möglichst schnell zu tun. Das heißt, sich vom Mittel oder Suchtobjekt zu befreien, indem man es aus seinem Leben entfernt. Gleichzeitig psychologisch arbeiten. Die Frage stellen, was suche ich? Was fehlt mir? Was ersetze ich? Es ist auf jeden Fall wichtig, auf der psychischen Ebene zu arbeiten, um das "Suchtprogramm" zu knacken und zu transformieren. Des Weiteren ist es wichtig, einen Weg zu finden, wie man seinen Energiekörper versorgt, denn er wird durch den Entzug kräftig geschüttelt. Der Esoteriker würde das "reparieren und stärken der Aura" nennen.


Süchte sind das, was uns am Weitergehen hindert. Es ist wie, als wenn man vor einer Tür steht; sie aufmacht, wieder zu macht, wieder aufmacht, wieder zu macht, usw., aber nicht den Schritt durch die Tür wagt und durchgeht.







Befreiung


Blumen in Farben



Der Entzug und die transformierende Überwindung von Sucht ist tatsächlich eine Befreiung zum Größeren. Das kleine Kind in Dir wird befreit. Du siehst es endlich, statt es vollzustopfen. Du siehst es endlich, statt voll und ganz in der Identität eines emotional unentwickelten Kleinkindes zu verweilen, dass nur eines kennt: Haben wollen. Werde Dir klar, was Du bisher tief in Dir gesucht hast, ohne es zu wissen. Werde Dir klar, was Du vermisst hast. Dir wird schlagartig klar, dass keine Sucht und kein Mittel der Welt diesen Drang stillen kann. Es ist Deine Verantwortung und Aufgabe, durch diesen Prozess zu gehen. Es gibt kein Weg zurück in jenes Paradies, denn es ist viel zu klein für Dich geworden. Werde Dir jeden Tag mehr bewusst, als welch schöpferisches, geniales, individuelles Wesen Du Dich hier auf der Erde erlebst. Du erschaffst Dir damit ein neues Paradies. Das Paradies der Lebensfreude und des bewusstwerdenden Seins.

Werde Dir selbst Vater und Mutter. Die Mutter in Dir, das ist der Teil in Dir, der Dich bedingungslos liebevoll behütet und umsorgt. Der Vater in Dir, das ist der Teil in Dir, der dich fokussiert sein lässt; er ist der Pfeil, der auf sein Ziel fliegt; er ist das Geländer am schmalen Weg, er ist das Seil an einem steilen Aufstieg; er ist derjenige, der sagt: halte stand. Sie beide sind Deine Disziplin und Deine Weisheit im Handeln. Und mit "Vater" und "Mutter" in Dir sei auch das Kind; in seiner Unvoreingenommenheit, Vorbehaltslosigkeit und kindlicher Frische und Lebensfreude.


Der Kluge läßt sich belehren, der Unkluge weiß alles besser.        (Franz Carl Endres)





Text von Christian Malzahn




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Buchtipps zum Thema:

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cover   Endlich Nichtraucher!, Alan Carr


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